Die Fürstin der Gwala-Berge
1. Kapitel. Die Frau, die den Toten beschwor … Nördlich der indischen Hafenstadt Bombay liegt unweit der Meeresküste die Eisenbahnstation und Fabrikstadt Bassein. Und nordöstlich von Bassein wieder beginnt ein von einzelnen kurzen und felsigen Höhenzügen durchbrochener Dschungelgürtel. Was Harst und ich inmitten dieser Dschungel in der Tempelruine des Bergkegels erlebten, hing mit Ben Bensons drei Fingern zusammen. Der Leser kennt diese Geschehnisse aus dem vorigen Band, weiß, daß wir dort im Hofe der Tempelruine einen uralten Ziehbrunnen fanden, an dessen morschen Balken an einem ebenso morschen Tau die zur Mumie eingetrocknete Leiche eines Inders und unterhalb dieser im Grase einen haselnußgroßen Diamanten von vorzüglichem Schliff sowie den dazu gehörigen breiten Goldreif, altindische Arbeit. Dies hier als Einleitung … Wir hatten an einem überaus heißen Julitage das Ehepaar Patterson zum Dampfer begleitet, hatten herzlichen Abschied von John Patterson und seiner Doris-Irina genommen und waren dann ins Hotel d’Angleterre zurückgekehrt, um die Tagesstunden im kühlen Lesesaal zuzubringen … Wir waren jetzt — so glaubte ich, ohne »Arbeit« … Ich hoffte auf ein paar angenehme Tage, auf Ausflüge und Mußestunden, in denen ich meinen Verpflichtungen gegenüber meinem Verleger nachkommen und sofort »Die drei Finger Ben Bensons« zu Papier bringen wollte … Bis zum Abend gab ich mich dieser