Chapter

Die Freude

Sie öffnete sacht die Tür und blieb einen Augenblick regungslos auf der Schwelle stehn, die Hand in dem schwarzen Halbhandschuh erhebend. Dann ging sie mit kleinen Schritten weiter, verstohlen, geblendet, so allein wie eine Tote am hellen Tage. Ihr altes Köpfchen verschwand unter einem dreifach umgewickelten Wollschal. Ein Sonnenstrahl fiel schräg durch die ganze Länge des Zimmers. Als sie stehn blieb, tanzte der lichte Schatten der Linde weiter an der Wand. »Wer ließ dich herkommen, Mutter? Wozu?« fragte Herr de Clergerie. »Zu dieser frühen Morgenstunde! Was macht denn Franziska?« Er war am andern Ende des Saales erschienen, die Schildpattbrille auf der Nase, das Tuchkäppchen auf dem Kopfe, einen Hausrock mit Aufschlägen über dem Nachthemd. Doch sie starrte ihn immer noch an, als wollte sie ihn besser erkennen und ihm einen Platz in der geheimnisvollen zwangsläufigen Abfolge ihrer Gedanken zuweisen. Er trat achselzuckend auf sie zu und drückte ihr leicht den Arm, ohne zu sprechen. »Die Schlüssel?« fragte sie. »Vielleicht hast du sie auf deinem Nachttische liegen lassen, Mutter. Gestern schon, entsinne dich. Halt, ich fühle sie in deiner Tasche. Da sind sie ja.« Ihre runzlige Hand packte sie, behend wie ein kleines Tier. Sie hielt sie an ihre Ohren, ließ sie klimpern, dann lächelte sie boshaft. Die Stimme ihres Sohnes, ein Druck seiner Finger, seine bloße Gegenwart vermochte

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.