Widmung
Georg Ebers Die Frau Bürgemeisterin 1882 Freifrau Sophie von Brandenstein geborene Ebers. Warum ich Dir, der einzigen Schwester meines seligen Vaters, ein Buch, und gerade dies Buch, widme, bedarf für uns Beide keiner erklärenden Worte. Von früh an bist Du mir eine liebe und treue Freundin gewesen, und Du hast gewiß nicht vergessen, wie ich vor siebzehn Jahren, als Dein Gast, emsig bemüht gewesen bin, das Material zu ordnen, welches der »Frau Bürgemeisterin« zu Grunde liegt. Du hast damals mit freundlichem Interesse Kenntniß von mancher Notiz genommen, die mir bemerkenswerth, selten oder belustigend erschienen war, und als die Anforderungen eines ernsten Berufes mich hinderten, die liebe Beschäftigung mit der Geschichte Hollands, der Heimat meiner Mutter, in alter Weise fortzuführen, bist Du nicht müde geworden, mich an das brachliegende Material zu mahnen, welches vor Zeiten Deine Theilnahme erweckt hatte. Endlich ist es mir vergönnt gewesen dem so lange zurückgestellten Stoff sein Recht widerfahren zu lassen. Ein schöner Abschnitt der glorreichen Geschichte Hollands ist diesmal das Spalier, um welches die Ranken meiner Erzählung sich schlingen. Du hast sie wachsen sehen, und schon darum wirst Du sie gern und mit Nachsicht betrachten. In Liebe und Freundschaft immer derselbe Georg Ebers. Leipzig, den 30. Oktober 1881.