Chapter

1. Kapitel. Weiße Banditen.

Über die kleine Prärie, die sich zwischen bewaldeten Bergen in leichten Bodenwellen bis zu einem der zahlreichen Nebenflüsse des Oberlaufes des Kanadian hinzog, jagten an einem heißen Julimorgen vier Reiter, deren Lederanzüge und die ganze Ausrüstung sie als Fallensteller erkennen ließen. Ihre Tiere, abgetrieben und mit Schweiß bedeckt, stolperten oft vor Erschöpfung und wurden trotzdem von ihren Reitern stets aufs neue zu rasendem Galopp angespornt. Es waren dem Zaumzeug und den Satteldecken nach Indianerpferde, magere, kleine, aber ebenso zähe Klepper, die nicht so leicht ermüden und die jetzt doch jeden Augenblick zusammenzubrechen drohten. Der vorderste Reiter, ein rotbärtiger, hagerer Mensch mit einer Gesichtshaut wie Leder und dunklen, stechenden Augen, drehte sich jetzt nach seinen Gefährten um und rief ihnen aufmunternd zu: „Der Estacado-Bach ist nahe! Nur Mut! Wir werden den roten Schuften schon entgehen!“ Gleichzeitig blickte er nach Westen zu über die hügelige Prärie, durch deren dichtes Gras die Fährte der vier Flüchtlinge wie ein endloser Strich sich hinzog. Was er dort in der Ferne sah, beruhigte ihn noch mehr als die Nähe des Baches, wo die vier ihr plumpes Boot versteckt hatten, bevor sie dem Komanchendorf dort in den südlichsten Ausläufern der Rocky Mountains einen sehr lohnenden heimlichen Besuch abgestattet hatten. Denn nur acht Indianer zählte er, die ihnen

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