Die Faktorei auf der Toteninsel - Das Schutznetz des Bettes
Das Schutznetz des Bettes … In Timbuktu, der großen Handelsstadt am Niger-Fluß, begann’s … Da begann jenes Abenteuer, von dem ich nicht einmal mehr träumen mag … Jenes Abenteuer, das wie ein einziges unendliches Grauen war. Und doch will ich es hier den Freunden unserer Erlebnisse nicht vorenthalten. Ungern nur versenke ich mich in diese Erinnerungen. Neben mir liegen meine wenigen Notizen aus jenen Wochen des uferlosen Entsetzens, des nervenzerfressenden Mitleids, des Gefühls der Machtlosigkeit gegenüber dem fürchterlichsten Würger Afrikas: der Schlafkrankheit! – Meine Notizen … Schmierige Blätter eines schmierigen Notizbuchs … Und da steht als erste, als einleitende: Timbuktu, 4. Nov. 1923. Der englische Großkaufmann Lionel Saunder bietet uns 3000 Pfund Sterling. Abends an Bord seiner Jacht »Manchester«. Morgen früh Abreise. Dieser Lionel Saunder, der mit seiner Jacht den Niger aufwärts bis Timbuktu gefahren war, hatte irgendwie gehört, daß wir uns im Grand-Hotel von den Strapazen unseres Ausfluges nach den Drabu-Fällen ausruhten. Am 4. November vormittags besuchte er uns. Die geradezu höllische Hitze dieses Tages hatte uns ans Zimmer gefesselt. Saunder, lang, dürr, bartlos und offenbar ein Mensch ohne Nerven, liebte keine langen Vorreden. »Mr. Harst, mein Bruder Kid hat London vor drei Jahren verlassen, um für mich eine Faktorei im Flußgebiet des Manjemo, eines kleinen