Chapter

Kapitel 1

Selbst der größte Hundefreund hätte nicht behaupten können, daß Taito eine Schönheit sei. Taito gleicht jenen langgereckten chinesischen Kötern an der Westküste Formosas, die leider so oft das Schicksal unserer heimischen Schweine teilen: man mästet sie, schlachtet sie, und das Festdiner eines der zahlreichen Feiertage der Mischlingsbewohner der Küstenstriche enthält dann als Glanznummer »Hunderücken pikant mit Formosa-Gurken in Weinessig«. Nein, Taito, mir innigst verbunden durch das zumeist so billig bewertete Gefühl der Dankbarkeit, gleicht etwa einem Riesenexemplar von verunglücktem stichelhaarigem Teckel mit Bulldoggenschnauze und — neuerdings — nur einem Schlappohr. Das linke Ohr liegt im Geröll der Goldinsel des Biba Schoni. Das alles ist jedoch ziemlich gleichgültig gegenüber der Rolle, die der Hund Taito bei jenem Überfall spielte, den die vier Motorbootfahrer damals so spät abends mit anerkennenswerter Geräuschlosigkeit in Szene gesetzt hatten. Ich als Schatzhüter inmitten der Bergwildnis Formosas hatte mir die Aufgabe, die sagenhafte »Wand der Goßli« vor den gierigen Fäusten zufällig oder absichtlich nahender Fremder zu schützen, denn doch zu einfach vorgestellt. Ich war allein mit Taito in der kleinen Steinhütte in dem Felsenkessel des Inselchens, das seinen Ursprung einem ungeheueren Bergrutsch verdankt. Man sah drüben am Westabhang noch die glatte breite

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