Chapter

Die Eurokokke

Sie glaubten und hatten keinen Glauben Ich bin aufgewacht aus einem Traum, der sich hinter mir schloß wie ein vergoldetes Gittertor. Vertreibung aus dem Paradies: wenn man sich umdreht, erlischt die Erinnerung wie die Beleuchtung eines soeben zu Ende gespielten Dramas. Und plötzlich fällt man in die Falle der Welt, ertrinkt in der Wirklichkeit. Die Stille der Nacht ist so groß, daß man die Maschinen des Sternenraums arbeiten hört. Der Dynamo des Mondes zumal vibriert mit einem ganz kleinen Defekt, eine Schraube muß gelockert sein. Die langsam sich drehenden Ringe des Saturn singen ein altes Windlied. Paris ist eine verwunschene Stadt. Die Seine stagniert. Der Eiffelturm ist an vielen Punkten gelötet. Es hat seit vielen Jahren nicht mehr geschneit. Die starken Gefühle sind ausgestorben. Ein schlimmer Bazillus hat sich im Laub der Boulevardlinden und im Herzen der Menschen fest genagt. In den ehrwürdigen Gärten des Luxembourg und in den Tuilerien sind die Tulpen aus Wachs, die Geranien in den Töpfen der letzten Greisinnen der Rue de l'abbe de l'Epée sind aus Stoff. Man hat aus Sparsamkeitsgründen die Jahreszeiten abgeschafft, nur die großen Schneider haben sie in ihren Prospekten noch beibehalten. Die süßen Dampfschiffe sind nur noch an die Ufermauern der Seine hingemalt: Man kann sie wegen ihrer Langsamkeit als Verkehrsmittel nicht mehr gebrauchen, aber der Gemeinderat

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