Was Eine Klasse Sein Kann
In der Pause kamen drei Kinder zu Eyo.
„Kannst du mir beibringen, wie ich meinen Namen in deiner Sprache sage?", fragte Liv.
„Ja", sagte Eyo.
„Kannst du mir beibringen, wie ich *Hallo* in deiner Sprache sage?", fragte Marek.
„Ja."
„Kannst du mir beibringen, wie ich bis fünf zähle?"
„Ja."
Am Ende der Pause konnten sechs Kinder *Hallo* in Eyos Sprache sagen. Acht konnten bis drei zählen. Liv konnte *Danke* sagen. Marek hatte *Ich habe Hunger* gemeistert, was er beim Mittagessen einsetzen wollte.
Eyo war müde. Aber er war auch — glücklich. Er hatte sich in der Schule schon lange nicht mehr so glücklich gefühlt.
An jenem Abend fragte seine Mama, wie das Vorlesen gelaufen sei.
„Es hat ihnen gefallen", sagte Eyo. „Und — sie haben mich gebeten, ihnen Wörter beizubringen."
Seine Mama umarmte ihn.
„Du hast sie unterrichtet", sagte sie. „Das ist gut. Das ist sehr gut."
In der nächsten Woche begann Herr Halpern eine kleine Sache in der Klasse. Jeden Freitag würde ein Kind der Klasse drei Wörter aus einer anderen Sprache beibringen. Die Sprache konnte eine sein, die ihre Familie zu Hause sprach, oder eine, die sie gelernt hatten, oder eine, auf die sie neugierig waren.
Eyo machte den Anfang. Seine drei Wörter waren *Frieden, Freund, Geschichte*. Herr Halpern schrieb sie an die Tafel.
Die Klasse sprach sie nach.
Die Klasse gehörte Eyo danach ein bisschen mehr. Er gehörte der