Erste Skizze: Die Inseln. Aufs Große gesehen
Dunkel und Öde: nimmersatte Gruft, Die immer neu nach Aas und Leichen ruft. Die Eule hat allhier ihr Wohngebiet Und stößt ihr ekles Kreischen in die Luft, Indes Singvogel diese Stätte flieht Und Geisterklage hohl die Luft durchzieht. Man nehme fünfundzwanzig Haufen Kohlenschlacke, draußen vor der Stadt auf einem Grundstück wahllos ausgekippt. Man stelle sich dann vor, einige von den Haufen wären zu Bergen vergrößert, und was vom Grundstück frei geblieben ist, das bedecke die See – dann hat man eine geeignete Vorstellung vom allgemeinen Eindruck der Encantadas, der Verzauberten Inseln. Eine Gruppe eher von erloschenen Vulkanen als von Inseln, dem Aussehen vergleichbar, das die Welt im ganzen bieten würde, wenn ein feurig Strafgericht vom Himmel gefallen wäre. Füglich zu bezweifeln, ob ein zweiter Fleck auf Erden, was trostlose Verlassenheit betrifft, mit dieser Gruppe wetteifern kann. Aufgelassene Friedhöfe aus alter Zeit, alte Städte, die mählich verfallen – ja, das sind wahrlich traurige Bilder. Immerhin: wie jedes Ding, das dermaleinst mit der Menschheit zu tun gehabt, erwecken sie in uns Gedanken der Sympathie, seien sie noch so trauervoll. So ruft selbst das Tote Meer, was für Empfindungen es sonst auch wecken mag, beim Pilger doch unwillkürlich Gefühle wach, die er nicht unbedingt als unangenehm empfindet. Und was die Verlassenheit angeht: die großen Wälder des Nordens,