Erster Teil
Wo die aus der Kaschubei südwestwärts heranziehende Landstraße sich mit der aus der Weichselniederung heraufsteigenden Straße in einem schrägen Kreuz schneidet, dort liegt Barkoschin. Es ist eine teils lehmige, teils sandige, vielerorts auch aus Kies und Geröll sich aufbauende Hügel- und Höhenlandschaft, und ein großer, weiträumiger, fast zu allen Jahreszeiten schwermütiger Himmel spannt sich darüber. Das Barkoschiner Herrenhaus steht auf einer der runden, abgeschliffenen Lehm- und Sandkuppen, am Rande einer flachen Schlucht, durch die ein aus den Waldhöhen tiefer landeinwärts daherrinnender Bach sich nach der Niederung hinunterschlängelt. Es ist ein langgestreckter, einstöckiger Backsteinziegelbau von sandfarbigem Anstrich, im Charakter der Landschaft und keineswegs von hohem Alter, wahrscheinlich erst in der Biedermeierzeit aufgeführt. Nur wenige Wegstunden entfernt wuchs aus dem Schutt der zu Tale schießenden Bergbäche und aus dem Schlamm des mündungsnahen großen Stromes eine stolze, um sich greifende See- und Handelsstadt empor, versah sich mit rüstigen Wällen, Mauern, Bastionen und machte, sich Land und Leute vor ihren Toren dienst- und zinspflichtig. Danziger Bürger- und Patriziergeschlechter drangen tief in das pommerellische Hinterland, bauten sich von ihren schnell wachsenden Handelsgewinnen neue Landhäuser und Stammsitze oder kauften die alten, halb verfallenen des