Erstes Buch: Waterloo
An einem schönen Maimorgen des Jahres 1861 wanderte Jemand, – Derjenige, der diese Geschichte erzählt, – von Nivelles in der Richtung nach La Hulpe. Eine Viertelstunde hinter einem Wirtshause, auf dessen Schild! »Zu den vier Winden. Echabeau, Privatcafé« zu lesen war, gelangte er auf der welligen Chaussee in ein kleines Thal, wo rechts vom Wege eine Herberge lag. Hier zog sich seitwärts neben einem Ententeich ein schlecht gepflasterter Pfad, den der Wanderer betrat. Nachdem er daselbst an einer spitzgiebeligen Mauer aus dem 15. Jahrhundert eine Strecke entlang gegangen, sah er ein großes gewölbtes Thor mit geradem Kämpfer, in dem majestätischen Stil Ludwigs XIV., mit einem flachen Rundbild an jeder Seite. Auf der Wiese, die sich vor dem Thor ausdehnte, lagen drei Eggen, durch deren Oeffnungen alle möglichen Maiblumen hindurchgewachsen waren. Der Wanderer bückte sich und betrachtete aufmerksam das untere Ende des Gurtpfeilers, wo ihm eine merkwürdige rundliche Aushöhlung auffiel. In demselben Augenblick öffneten sich auch die beiden Thorflügel und eine Bäuerin trat heraus. »Das ist von einer französischen Kanonenkugel!« bemerkte sie zu dem Fremden. »Und das Loch weiter oben, in der Thür, hat eine Kartätschenkugel gemacht. Die ist nicht durchgegangen.« Wie heißt dieser Ort?« fragte der Wanderer. »Hougomont.« Der Fremde richtete sich wieder auf, warf einen Blick über die Hecken