Vorwort von Anatole France
»Die Eiserne Ferse« ist der machtvolle Name, mit dem Jack London die Plutokratie bezeichnet. Das Buch, das diesen Titel trägt, erschien im Jahre 1907. Der Autor malt darin den Kampf, der eines Tages – wenn die Parzen es in ihrer Raserei erlauben – zwischen der Plutokratie und der Masse ausbrechen wird. Ach, Jack London besaß das seltene Genie, das zu erschauen, was der großen Menge verborgen bleibt, und sein seltenes Wissen befähigte ihn, die Zukunft vorauszuahnen. Er sah das Zusammentreffen der Ereignisse, wie sie sich gerade jetzt vor unserm Auge abrollen. Das furchtbare Drama, zu dem er uns in der »Eisernen Ferse« einlädt, hat noch nicht wirklich stattgefunden, und wir wissen nicht, wann die entsetzliche Prophezeiung dieses amerikanischen Marxisten in Erfüllung gehen wird. Der Mann, der in diesem Buche die Wahrheit erkennt, wird Ernst Everhard genannt. Gleich dem Autor gehörte er der Arbeiterklasse an und lebte von der Arbeit seiner Hände – denn man muß wissen, daß Jack London, der in seinem kurzen Leben fünfzig aufsehenerregende, von Leben und Einsicht überschäumende Bände geschrieben hat, der Sohn eines Landarbeiters war und seine glänzende Laufbahn auf einer kleinen Farm begann. Ernst Everhard ist voller Mut und Wissen, voller Kraft und Güte, alles Charakterzüge, die auch dem Dichter, der ihn schuf, angehörten. Und um die Ähnlichkeit zwischen ihnen beiden vollkommen zu