Die einen und die andern
Die einen und die andern. Komödie. Übertragen von Otto Hauser. Aus: Gesammelte Gedichte. Eine Auswahl der besten Übertragungen. Im Insel-Verlag zu Leipzig 1922. Personen: Myrtill, Sylvander, Rosalinde, Chloris, Mezzetino, Korydon, Amyntas. Hirten, Masken. Schauplatz: ein Watteauscher Park an spätem Sommernachmittag. Zahlreiche Zuhörer und Zuhörerinnen gruppieren sich in zwangloser Haltung um einen Sänger, der, als Mezzetino kostümiert, sich leise auf einer Mandoline begleitet. Die Verse sind als leichte Prosa, nur mit graziöser Hervorhebung des Reimes zu sprechen. Mezzetino singt: Lüge ist alles hienieden, nur was das Herz will, das gilt; genieß denn, was gnadenmild die Götter an Lust beschieden. Das nimm in acht und versteh, und leicht ist dein Los und helle, und rings um dich blüht zur Stelle Arkadien aufs neu – drum geh! Geh! Der Wein im Laub blinkt wider aus lockender Augen Glanz, und lustge Herzen im Kranz schlagen ans engende Mieder ... Korydon: Gesungen haben wir denn nach der Grille Brauch ... Amyntas: Gehn wir nun tanzen? Alle bis auf Myrtill, Rosalinde, Sylvander und Chloris: Ja, tanzen! Wir kommen auch. Ab bis auf die Genannten. Myrtill, Rosalinde, Sylvander, Chloris. Rosalinde zu Myrtill: Bleiben wir hier. Chloris zu Sylvander: Wahrlich, das können Sie Gunst nennen: Ich liebe das Tanzen, daß mir die Ohren brennen, und gehe ich nicht mit, wissen Sie, wem das gilt?