Chapter

I. Vorläufige Bemerkungen

Beaumarchais hat gesagt: »Von allen ernsthaften Sachen ist das Heirathen die lächerlichste!« Aber Beaumarchais, der immer geistreich sein wollte, stellte oft seltsame Behauptungen auf, die er nur durch Scherze unterstützen konnte. Nein, das Heirathen ist, weiß Gott, nichts Lächerliches, und der Zustand eines verheiratheten Mannes nicht immer so angenehm, als man sich einbildet. Denn damit ist man noch nicht befriedigt, daß man zu Hause seine Pantoffeln antrifft und mit Aufmerksamkeit behandelt wird ... was übrigens erst nicht immer der Fall ist! Manche Männer verlangen so gar viel zu ihrem Glücke, andere so wenig! ... Aber dieses Wenige ist oft eben so schwer zu finden, wie das Viele. Und doch verheirathet sich Alles! ... Die, welche es noch nicht sind, werden es noch thun (sich unter das Ehejoch beugen, versteht sich). Und Gott verhüte, daß wir uns wollten einfallen lassen, eine Abhandlung gegen den Ehestand zu schreiben. Da die Mehrzahl den Ehestand genießen will, so ist das doch ein Beweis, daß trotz aller gegen denselben und die Ehemänner ausgegossenen Spöttereien, diese Verbindung, welche zwei Menschen zeitlebens aneinander kettet, mehr Vorzüge und Freuden als Langeweile und Widerwärtigkeiten mit sich bringen muß. Und wie stände es mit uns, wenn man sich nicht verheirathete? Sind wir nicht auf Erden, um in Gesellschaft zu leben? und hauptsächlich uns zu lieben? Noth thut

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