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Die drei Großmächte

Es war um das Jahr 1760, als zwei junge Wanderer mit dem Ränzlein auf dem Rücken durch die schöne süddeutsche Landschaft schritten. Der Eine von unseren Wanderern ist der jüngere Sohn eines jüngeren Zweiges eines alten Grafengeschlechtes, das in den fern abliegenden Gegenden Rhätiens daheim war, und dessen Linien sich nach der Farbe ihres Wappenzeichens, einer Fahne, unterschieden; welche berühmten und in allen heraldischen Werken zu findenden Fahnen nur leider in den letztvorangegangenen Zeiten so gar fröhlich und üppig geflattert hatten, daß nach und nach auch der einst große Reichthum des Hauses dahin geflattert und jetzt völlig verschwunden war. Je stiller und langweiliger unter solchen Umständen mit jedem Jahre das Leben auf seiner väterlichen Burg wurde, desto mehr sehnte der junge Graf Albrecht von Werdenfels sich aus dieser Burg in die Welt hinaus. Die Welt, dessen war Graf Albrecht gewiß, mußte ihm im Vergleich zur Heimath außerordentlich gefallen, und nebenbei war er nicht abgeneigt anzunehmen, daß auch er – solche Eindrücke sind ja gewöhnlich gegenseitig – der Welt gefallen werde. Und Niemand hätte das als eine unberechtigte Eitelkeit auslegen können; weshalb sollte ein junger Graf, der einen Wald von dunkelkastanienbraunen Locken, große, feurige, blaue Augen und einen überaus zierlichen Mund besaß, und auf dessen Wangen der rosige Widerschein seiner heitern rothen

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