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In den Drei Mohren

In der hochbelobten und uralten, des heiligen römischen Reiches freien Stadt Augsburg liegt noch heute am Weinmarkt und dicht neben dem Wohnhaus der weltberühmten Fugger ein Gasthof, der seit undenklichen Zeiten die beste Herberge geboten hat für alle Wegfahrer zwischen Alpen und Main- oder Rheinland. Er ist ursprünglich vor vielen Jahren, zu Caroli Quinti Zeiten, vom reichen Anton Fugger zu seinem Wohnhause erbaut, auch ist darin noch heute der Saal mit der überaus kunstreich getäfelten Decke aus geschnitztem Holzwerk zu sehen, in welchem der reiche Anton die römisch-kaiserliche Majestät bewirtete und mit des Kaisers Schuldverschreibung über viele Tausend Dukaten das Kaminfeuer entzündete. Nach des Fuggers Heimgang, nun auch schon, wie gesagt, seit vielen Jahren, ist das Gebäude ein Wirtshaus geworden, ansehnlich und groß, mit stattlichen Räumen und breiten steinernen Stiegen, und dazu versehen mit einem Keller voll der ausgesuchtesten und köstlichsten Weine aus Ungarland, Hispanien und Italien, so daß niemand, und reiste er auch durch das ganze weite Land der Deutschen, sich besser unterzustellen vermöchte, als bei den „Drei Mohren“ in Augsburg. Es war im Jahre als man schrieb 1700, um die Zeit jedoch, als schon das alte vor dem jungen Jahre, so da 1771 heißen sollte, zu weichen sich anschickte, in der Zeit zwischen der heiligen Weihnacht und dem Fest der drei Könige, was man

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