Chapter

Die drei Finger Ben Bensons

1. Kapitel. Hotel Garrick. Wir kamen von Edinbourgh. Der Fall Darlington, den ich im vorigen Band geschildert habe, war erledigt. Aus der Unkultur eines Quartiers in einer nach Ziegen duftenden Hütte im schottischen Hochmoor genossen wir wieder die Annehmlichkeiten moderner Verkehrseinrichtungen, waren nur zu dreien in einem geräumigen Abteil erster Klasse … Wir beide hatten die Fensterplätze inne. Unser Reisegefährte, den wir auf Großkaufmann einschätzten, saß an der Gangtür. In Hull stieg ein weiterer Reisender ein. — Was mir sofort auffiel: der Mann trug trotz des heißen Junitages Rehlederhandschuhe … Es war ein mittelgroßer Herr mit frischem Gesicht, rötlichem Vollbart und Hornbrille. Sein grauer Anzug verriet nicht gerade einen ersten Schneider. Ich riet auf Gutsbesitzer, zumal seine braunen Schuhe an den Absätzen hellen angetrockneten Lehm zeigten. Harald las Zeitungen. Seit vier Tagen hatten wir keine Gelegenheit gehabt, uns über die neuesten Ereignisse zu unterrichten. Harst las denn auch ununterbrochen, schien für nichts anderes Interesse zu haben. Nachmittags sechs Uhr waren wir in London, Waterloo-Bahnhof. Der Großkaufmann war schon eine Station vorher ausgestiegen. Wir nahmen unsere Reisetaschen und Mäntel und verließen den Zug. Der Gutsbesitzer blieb sitzen — der mit den Rehlederhandschuhen, die er die ganze Zeit über anbehalten hatte. Kaum hatten wir den Bahnsteig

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