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Vorwort der Übersetzerin

Wenn Verfasserinnen geschichtlicher Novellen häufig, und wohl nicht ganz ohne Grund, zum Vorwurf gemacht wird, daß sie Wahrheit und Dichtung zu sehr mit einander verschmelzen und den Schleier ihrer Phantasie über wirkliche Begebenheiten und Personen auszubreiten geneigt sind, wodurch der in der Geschichte minder bewanderte Leser unrichtige Begriffe von Zeiten, Ereignissen und historischen Charakteren erhält, so wird der Geschichtskundige eingestehen müssen, daß die verdienstvolle Verfasserin der »Draytons und der Davenants« hierin eine rühmliche Ausnahme macht. Wie dieselbe in der »Familie Schönberg-Cotta« unsern Martin Luther und sein Werk so einfach und treu, und dabei so tief eingehend in die damaligen Zeitverhältnisse in Kirche und Familie geschildert hat, so bietet sie uns in vorliegender Erzählung ein lebendiges und durchaus wahres Gemälde der Zustände in England vor den Bürgerkriegen und während derselben zur Zeit der Regierung Karls I. dar. In Form einfacher Tagebücher beschreibt sie – ganz in Uebereinstimmung mit unsern neuern Historikern – die wachsende Unzufriedenheit des Volkes über Karls I. Eingriffe in die Rechte der Nation, die Unaufrichtigkeit des Königs, welche es zuletzt seinen besten Unterthanen unmöglich machte, seinen Worten zu trauen, den endlichen Ausbruch des Bürgerkriegs, Cromwells Charakter und zunehmende Macht, die Schlachten bei Marston Moor und

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