Zweiter Band
Lizzie, die sich den Schlaf überhaupt abgewöhnt zu haben schien und vermutlich mit einem zierlichen Mützchen auf die Welt gekommen war, brachte ihre Gebieterin auf ihr Zimmer. »Sie müssen ein paar Stunden ruhen,« erklärte sie bestimmt. »Ihre Sachen packe ich, um halb sechs Uhr werde ich Sie wecken und Ihnen guten heißen Thee bringen. Dann soll alles fix und fertig sein.« Thee war für Lizzie zum Beginn und zum Schluß jeglichen Thuns die Hauptsache! Peggy legte das festlich fröhliche Kleid ab und ging zu Bett. Sie sah wohl, daß sie ihre Kraft zusammenhalten und womöglich Schlaf finden mußte, sollte sie morgen leistungsfähig sein. Was es nur bei Hanna sein mochte? Ohne Zweifel ihr Herzleiden, das den Ihrigen schon so viel Angst bereitet hatte. Wenn's am Ende wieder mit der Angst abginge? Ueber solchen Gedanken schlief sie wirklich ein. Ihr Mann indes spielte die ganze lange Winternacht hindurch. Lizzie löschte die Lampen aus, gönnte sich ein Nickerchen auf dem Sofa, fachte dann das Küchenfeuer an und ging ans Packen, umsichtig die warmen Kleidungsstücke und derben Stiefel wählend, allen Putz, alle großen Federnhüte zurücklassend – sie war wirklich unvergleichlich! Ihr allein hatte es Hauptmann Kinloch zu danken, daß er früh um halb sieben Uhr eine wohl eingehüllte Frauengestalt mit richtig geschnürtem und adressiertem Gepäck schon in der Halle stehend vorfand. Es war natürlich