Erster Teil
»Dreihunderttausend Pfund! Und solch ein Sündengeld in den Händen eines unerfahrenen grünen Jungen von einundzwanzig Jahren. Und nun soll der Zufall es Mr. Barklay Leverton in die Hände spielen!« Carsdale legte den Brief, den er eben gelesen hatte, fort, ging durch das Zimmer und öffnete ein Fenster. Dann lehnte er sich hinaus und blickte hinunter auf die Norfolkstraße. Es war ein lieblicher Maimorgen, und die Menschen hasteten vorbei im löblichen Bemühen, vor dem Glockenschlag zehn ihre Büros und Geschäftsräume zu erreichen. Denn London ist, was den Beginn der Arbeitszeit angeht, die faulste Stadt der Welt. Man spürte den warmen Hauch neuen Lebens in der Luft. Die Mieter unterhalb von Leverton & Carsdales Büros hatten einen Flor von Blumen auf ihren Fensterbrettern, und der Duft erreichte den Mann da oben. Aber Carsdale achtete weder auf die eilenden Menschen noch auf den strahlenden Sonnenschein oder den Duft der unschuldigen Blumen. Er dachte einzig daran, daß ein unreifer junger Bursche die Absicht bekundete, Barklay Leverton damit zu betrauen, ein Vermögen von dreihunderttausend Pfund anzulegen und zu verwalten. Eine schöne Summe, dachte Carsdale mit zynischem Lachen, eine runde, nette Summe, von der etwas Hübsches für den abfiel, der das Glück hatte, mit ihr zu arbeiten. Das Schlagen einer der Uhren aus der Nachbarschaft weckte Carsdale aus seiner Träumerei. Er wandte