Chapter

Erstes Kapitel

Der Abend der Ligue. Paris hat so, wie wir es kennen, bei seinen Festen nur noch einen mehr oder minder großen Lärmen, eine mehr oder minder beträchtliche Menschenmenge; doch es ist immer derselbe Lärmen, es ist immer dieselbe Menge; das, ehemalige Paris hatte mehr als dies. Es gewährte einen hübschen Anblick, wenn man durch die schmalen Gassen am Fuße dieser Häuser mit Balconen und Giebeln, von denen jedes seinen eigenthümlichen Charakter bot, die Myriaden von Menschen sich drängen sah, welche nach einem Punkte stürzten, auf dem Wege beschäftigt, sich anzuschauen, sich zu bewundern, sich einander zuzurufen, wegen der Seltsamkeit von Diesem oder Jenem. Kleider, Waffen, Sprache, Geberde, Stimme, Gang, Alles bildete einen bemerkenswerthen Umstand, und diese tausend Einzelheiten machten, auf einem einzigen Punkte versammelt, ein höchst interessantes Ganzes. Man höre nun, wie Paris Abends um acht Uhr an dem Tage war, wo Herr von Guise nach seinem Besuche bei dem König und nach seiner Unterredung mit dem Herzog von Anjou die Ligue von den Bürgern der guten Hauptstadt des Königreiches unterzeichnen zu lassen gedachte. Zahllose Bürger, angethan mit ihren schönsten Kleidern, wie zu einem Feste, oder bedeckt mit ihren schönsten Waffen, wie zu einer Revue oder zu einem Kampfe, wandten sich nach den Kirchen: die Haltung aller dieser Männer, welche von einem Gefühle bewegt wurden und nach

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