Chapter

I. ... und die Engländerin mit den blauen Augen

Raoul de Limézy spazierte heiter über die Boulevards, wie ein glücklicher Mensch, der nur um sich zu sehen braucht, um sich an den bezaubernden Schauspielen des Lebens zu erfreuen, und am leichten Frohsinn, dessen Abbild Paris an manchen Apriltagen ist. Er war mittelgroß und hatte eine schmale, aber trotzdem kraftvolle Gestalt. Man sah ihm kräftige Muskeln und einen machtvoll gewölbten Brustkasten an. Schnitt und Farbe seiner Kleidung kennzeichneten den Mann, der auf die Wahl der Stoffe Wert legt. Gerade als er am Gymnase vorbeiging, hatte er den Eindruck, daß ein Herr, der neben ihm ging, einer Dame folgte; der Eindruck sollte sich sogleich bestätigen. Nichts schien Raoul komischer und belustigender als ein Herr, der einer Dame nachsteigt. Er folgte also dem Herrn, der der Dame folgte, und alle drei gingen hintereinander in gemessenen Abständen über die Straße. Nur ein erfahrener Mann, wie der Baron Limézy, konnte erkennen, daß der Herr die Dame verfolgte, denn der Verfolger ging äußerst diskret zu Werke. Raoul de Limézy war ebenso diskret und mischte sich unauffällig unter die Menge, um die beiden Menschen genau ins Auge zu fassen. Von hinten gesehen fiel bei dem Herrn unter dem Hutrand die Fortsetzung eines untadeligen Scheitels auf, der die schwarzen, pomadisierten Haare bis in den Nacken teilte, ebenso untadelig war seine Kleidung, die seine breiten Schultern und seinen

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