Die Cigarette
Es war zur Zeit des letzten Karlistenkrieges, ja, Herr. Dieses ganze baskische Land, die Umgegend von Guipuzcoa, alles roch nach Blut und Pulver ... und zwar viele, viele Monate lang. Es sind Ihnen gewiß geschwärzte und zerstörte Mauern aufgefallen. Ja? Nun wohl! Das waren einst Pachthöfe, Häuser, belebte und glückliche Wohnstätten; jetzt sind es Trümmerhaufen, fast Kirchhöfe. Das ist der Krieg! Sie hätten sehen sollen, wie man kämpfte! Auf der einen Seite waren Karlisten, auf der andern die Soldaten der Regierung von Madrid. Was ist auf diesen Wegen nicht vorübergekommen an Toten, Verwundeten, an armen Kindern, die, den Tod vor Augen, sich fragten, warum ... warum? Ach, ein Bürgerkrieg ist etwas Schreckliches! Und wer weiß, ob es morgen nicht wieder losgehen kann? Die Menschen sind so verblendet! Sie werden es begreiflich finden, daß, als man uns eines schönen Morgens sagte, der König sei da, Don Karlos komme, die alte Hefe wieder zu gären anfängt und unsre baskischen Bauern dem Prätendenten zuströmen und ihm ein Heer liefern. Das thun sie aber nicht nur, um eine hübsche Uniform zu tragen, die Mütze auf einem Ohr, um unter Trompetenschall in die Dörfer zu ziehen und bei zusammengesetzten Gewehren fröhlich singend mit den Mädchen zu tanzen, sondern auch, um die Kugeln pfeifen zu hören, denn unsre Basken sind tapfer, leben genügsam und wissen zu sterben. Die Ernte allerdings,