Chapter

Erster Teil

In scheuer Hast, wie früher, wenn er verspätet zur Schule kam, betrat Fermin Montenegro das Büro der »Gebrüder Dupont«, der ersten Weinkellerei von Jerez, die die berühmten Weinberge Marchamalo ihr eigen nennt und einen Kognak fabriziert, dessen Lob von dem Anzeigenteil sämtlicher spanischer Zeitungen, von vielfarbigen Plakaten auf Bahnhöfen, an Hauswänden und Zäunen und sogar von den eingeätzten Inschriften der Wasserkaraffen in Hotels und Cafés gesungen wird. Es war ein Montag, und der junge Mann erschien um eine ganze Stunde zu spät. Die anderen Angestellten wagten kaum von ihren Büchern und Papieren aufzuschauen, als befürchteten sie, sich durch irgendeine Miene oder Geste der Mitschuld an dieser unerhörten Unpünktlichkeit verdächtig zu machen. Montenegro aber überflog voller Unruhe den riesigen Raum, um dann ins Privatkontor zu spähen, wo in einsamer Herrlichkeit ein monumentaler Schreibtisch aus Mahagoni prunkte. Gottlob, der Chef war noch nicht da! Und für den Moment beruhigt, setzte er sich an seinen Platz und begann mit dem täglichen Arbeitspensum. An diesem Morgen mutete ihn das Büro so sonderbar an, als sähe er es zum ersten Male, als hätte er nicht fünfzehn Jahre seines Lebens hier verbracht, seit jenem Tage, als er durch Don Pablo, den zweiten Dupont der Dynastie, als »Stift«angenommen worden war – Don Pablo, den Schöpfer der renommierten Kognakmarke, dank welcher

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