Chapter

Erstes Kapitel

Noch einmal mein guter Papa. Zum Glück war nicht zu befürchten, daß das, Versprechen, welches ich Oscar gegeben hatte, mir eine lange Zeit ängstlichen Anmichhaltens auferlegen werde. Wenn wir nur über die nächsten fünf Tage sicher hinwegkamen konnten wir der Zukunft mit ziemlicher Ruhe entgegensehen. Am letzten Tage des Jahres war Lucilla durch die Testamentsverfügung verpflichtet, nach London zu gehen und ihre drei Monate unter dem Dache ihrer Tante zuzubringen. In der kurzen Zeit, die bis zu ihrer Abreise verfloß, berührte sie zweimal den heiklichen Gegenstand. Das erste Mal fragte sie mich, ob ich wisse, was für Arznei Oscar nehme. Ich erklärte, es nicht zu wissen und brachte die Unterhaltung sofort aus einen anderen Gegenstand. Das zweite Mal war sie noch näher daran, die Wahrheit zu errathen. Sie fragte mich, ob ich gehört habe, in welcher Weise die Arznei die Heilung bewirke. Da sie wußte, daß die Zufälle von einer Affection des Gehirns herrührten, war sie begierig, zu erfahren, ob die ärztliche Behandlung nachtheilig auf das Gehirn des Patienten wirken werde. Diese Frage, die ich ihr natürlich nicht hatte beantworten können, richtete sie an beide Aerzte, die sie, da Oscar sie ins Vertrauen gezogen hatte, durch die Erklärung beruhigten, daß die Heilung durch Mittel bewerkstelligt werde, die das Gehirn nicht afficirten. Von diesem Augenblick an war ihre Neugierde

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