Chapter

Erstes Kapitel: Der Zwischentag

Am Tage vor dem zweiten Erscheinen des Herrn Grosse und der Operation an Lucilla’s Augen ereigneten sich zwei Vorfälle, deren ich hier gedenken muß. Der erste dieser Verfälle war das Eintreffen eines zweiten Briefes Von Oscar an mich am frühen Morgen. Wie viele blöde Menschen hatte er eine wahre Manie, sobald ihn eine Sache in Verlegenheit setzte, sich lieber mühsam schriftlich, als in bequemer mündlicher Unterhaltung auszusprechen· Oscar’s diesmaliger Brief benachrichtigte mich, daß er mit dem ersten Morgenzuge nach London gegangen sei, und dass der Zweck dieser plötzlichen Abreise der sei, sich über seine gegenwärtige Lage Lucilla’s gegenüber gegen einen Herrn auszusprechen, der mit den Eigenheiten der Blinden sehr vertraut sei. Mit andern Worten, er hatte sich entschlossen, Herrn Sebright’s Rath zu erbitten. »Ich habe Herrn Sebright«, schrieb Oscar, »so gern, wie ich Herrn Grosse verabscheue. Die kurze Unterhaltung, die ich mit ihm hatte, hat mir durch seine darin offenbarte Güte und Delicatesse den angenehmsten Eindruck hinterlassen. Wenn ich diesem geschickten Arzt die peinliche Lage, in der ich mich befinde, offen mittheile, so wird er, glaube ich, vermöge seiner Erfahrungen im Stande sein, ein ganz neues Licht auf Lucilla’s gegenwärtigen Gemüthszustand und auf die Veränderungen zu werfen, auf die wir uns bei ihr gefaßt machen müssen, wenn sie wirklich ihr Augenlicht

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