Chapter

Briefe aus Paris

Verehrter Verleger! Uff und ach! – – Eine ermutigende Einleitung für einen Reisebericht. Aber es hilft Ihnen nichts, ich muß noch ein kraftvolles Donnerwetter! hinterdrein senden. Dieses Kernwort hat bei mir solch merkwürdig lösende Wirkung. – Und das ist absolut notwendig! – Sie wollen meine Eindrücke von der Pariser Weltausstellung, vom Seinebabel selbst, von seinen Bewohnern und seinen Besuchern haben! Das ist sehr, sehr viel! Vom vielen Sehen – Hören – Staunen ist mir schon ganz dreherig zu Mute, wie wir in Berlin so richtig sagen. Alles stürmt und wirbelt noch in meinem Kopfe durcheinander. Aber das wird sich hoffentlich nach und nach legen, und Sie, Verehrter, kommen zu Ihrem Recht. Sie kennen Ihre alte Freundin Lotte Bach ja seit lange als eine begeisterte, deutsche Patriotin, als stolze Preußin insbesondere und als enragierte Berlinerin ganz besonders! Und nun schicken Sie mich nach Paris! – – Hei, dachte ich mir, wartet man, Ihr Rothosen, mir imponiert Ihr nicht! Ich gucke Euch und Eure Weltausstellung an, vergleiche, hohnlache und verputze euch daheim, daß es nur so kracht! Mir kann keiner! Und nun bin ich in Paris. – Anstatt daß es nun beständig regnet, anstandshalber ebenso wie bei uns in Treptow, im Jahre 1896 – – – ja Kuchen! Da hat der liebe Herrgott von Frankreich ein Wetter gespendet! Das Ende is von weg! Lachendster Sonnenschein, blauer Himmel,

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