Chapter

Erster Teil

Im Sommer will es die Mode, oder auch die Besorgniß um die werthe Gesundheit, die ja auch eine Mode ist, daß man auf Reisen geht. Wenn ein feister Bürgersmann den Gebräuchen der guten Gesellschaft treu ist und sie hochachtet, muß er zu einer gewissen Zeit des Jahres seine Geschäfte, seine Vergnügungen, seine theure Unthätigkeit, seine lieben Gewohnheiten verlassen, um sich, ohne recht zu wissen, weshalb, in das große All zu stürzen. Gemäß der diskreten Sprache der Zeitungen der feinen Welt heißt das eine Verlegung des Wohnsitzes, ein Ausdruck, der zwar minder poetisch als Reise klingt, aber ungleich treffender ist! ... Sicherlich ist man nicht immer mit vollem Herzen dabei, seinen Wohnsitz zu verlegen, man könnte selbst behaupten, daß man dazu nie recht gestimmt ist, doch schuldet man dieses Opfer seinen Freunden, seinen Feinden, seinen Lieferanten, seinen Dienstboten, denen gegenüber man den hervorragenden Rang, der Einem gebührt, würdig vertreten muß, denn Reisen setzt Geld voraus und Geld hat alle sozialen Würdigungen und Vorzüge im Gefolge. Folglich reise ich, was mich ungemein langweilt; ich reise sogar in den Pyrenäen, was die allgemeine Langweile, die ich beim Reisen empfinde, in eine ganz spezielle Folter verwandelt. Als hauptsächlichsten Vorwurf erhebe ich gegen die Pyrenäen diesen, daß sie ein Gebirge sind ... Wohl fühle ich angesichts der Gebirge ebensogut, wie

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