Chapter

Die Automaten

Frau Hermine Stadler fuhr auf ihrem alten Wagen an der Basiliuskirche vorbei, dem Stadtpark entlang, über das Bahngeleise und dann in nördlicher Richtung ins flache Land hinaus. Sie trug wie immer ihren alten, etwas abgenützten Plüschmantel, einen alten schwarzen Filzhut, der mit einigen schwarzen Bändern geschmückt war, und um den Hals eine Fuchspelzboa, deren Haare schon stark abgestoßen und kurz waren. Jedes Kind in der Stadt erkannte sie schon von weitem, wenn es den etwas klapprigen, auf der rechten Seite niedergedrückten Wagen mit den zwei behaglich trabenden Fliegenschimmeln daherkommen sah, die ein halbwüchsiger Junge lenkte; denn jeden Tag, ob Winter oder Sommer, Regen oder Sonnenschein, jeden Tag sah man Frau Stadler in diesem Wagen einmal über die alte Holzbrücke nach Süden, oder gegen die bis an die Stadt heranreichenden Hügelzüge nach Westen, auf der oder jener Straße aus der Stadt kutschen. Und immer saß sie im gleichen schwarzen Plüschmantel ruhig und unbewegt im Wagen, niemals in die Kissen 6 zurückgelehnt, sondern immer etwas steif aufgerichtet und dabei den Kopf ein wenig nach links gesenkt. Zahlreiche Leute grüßten sie. Sie dankte freundlich, aber genau abgestuft nach dem Rang und Ansehen der Person. Ihr Blick ruhte scheinbar völlig teilnahmslos auf den Menschen und Häusern, an denen ihr Wagen sie vorüberführte. Aber in Wirklichkeit erfaßten die scharfen

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