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Die Augen des ewigen Bruders

Meinem Freunde Wilhelm Schmidtbonn Nicht durch Vermeidung jeder Tat wird wahrhaft man vom Tun befreit, Nie kann man frei von allem Tun auch einen Augenblick nur sein. Bhagavatgita 3. Gesang. Was ist denn Tat? was ist Nichttun? – Das ist's, was Weise oft verwirrt. Denn achten muß man auf die Tat, achten auf unerlaubtes Tun. Muß achten auf das Nichttun auch – der Tat Wesen ist abgrundtief. Bhagavatgita 4. Gesang. Dieses ist die Geschichte Viratas, den sein Volk rühmte mit den vier Namen der Tugend, von dem aber nicht geschrieben ist in den Chroniken der Herrscher, noch in den Büchern der Weisen, und dessen Andenken die Menschen vergaßen. In den Jahren, ehe noch der erhabene Buddha auf Erden weilte und die Erleuchtung der Erkenntnis eingoß in seine Diener, lebte im Land der Birwagher bei einem Könige Rajputas ein Edler, Virata, den sie den Blitz des Schwertes nannten, weil er ein Krieger war, kühn vor allen andern, und ein Jäger, dessen Pfeile nie fehlten, dessen Lanze nie sich vergeblich schwang, und dessen Arm niederfiel wie ein Donner über den Schwung seines Schwertes. Seine Stirne war hell, aufrecht standen seine Augen vor der Frage der Menschen: nie ward seine Hand gekrümmt gesehen zum bösen Knollen der Faust, nie seine Stimme gehört im Schreie des Zorns. Er diente als ein Treuer dem Könige, und seine Sklaven dienten ihm in Ehrfurcht, denn keiner war als rechtlicher gekannt

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