Chapter

Die Assmanns

Aber Bettina – wirst du nie lernen, sparsam zu sein?« Das junge Mädchen, welches vor dem Ofen kniete, im Begriff, Feuer anzuzünden, sah erschrocken empor in das zürnende Gesicht der scheltenden Frau. »Was hab' ich denn getan, Tante Adolfine?« fragte sie ängstlich. »Was du getan hast? Sie fragt auch noch, was sie getan hat, unglaublich! Schau doch ins Feuerloch hinein. Ist das eine Art, Feuer anzuzünden? Meinst du, das Holz kostet nichts? Du stopfst das ganze Ofenloch voll davon. Das teure Holz. Nicht einmal die Hälfte davon ist nötig. Schnell, nimm das übrige heraus. Es ist ein Kreuz mit dir, Bettina. Du solltest doch doppelt sparsam sein. Natürlich, wenn ihr zu Hause so gewirtschaftet habt, dann ist es kein Wunder, daß ihr zu nichts gekommen seid. Bei mir gibt es solche Lotterwirtschaft nicht, das solltest du nun endlich wissen und dich danach richten.« Bettina war sehr bleich geworden. Sie holte mit flinken Fingern von den Holzspänen einen Teil wieder aus dem Ofenloch heraus und legte sie sorgsam in den Holzkorb zurück. Das Feuer brannte nun etwas langsamer an. Es war eine Kunst, die Kohlen so um das winzige Holzhäufchen aufzubauen, daß es nicht erdrückt wurde. Aber Bettina brachte es doch fertig. Das Feuer brannte. Bettina erhob sich und entfernte sorgsam jedes Stäubchen vor dem Ofen. Sie sah zuweilen scheu nach der Tante hinüber, die inzwischen nahe an den Ofen herangerückt

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