Chapter

Mr. Thompsons verlorner Sohn

Wir alle wußten, daß Mr. Thompson sich nach seinem Sohne umsah, und zwar nach einem ziemlich schlechten Sohne. Daß er nach Californien aus diesem einzigen Grunde ging, war für seine Reisegefährten kein Geheimniß, und die körperlichen Eigenthümlichkeiten wie die moralischen Schwächen des verlornen Sohnes wurden uns durch die offenherzige Geschwätzigkeit des Vaters gleich klar gemacht. »Sie sprechen da von einem jungen Manne, der im Rothen Hunde wegen Diebstahls in einer Goldwäscherei gehenkt wurde,« sagte Mr. Thompson zu einem Zwischendecks-Passagier, »wissen Sie wohl, von was für Farbe seine Augen waren?« »Schwarz,« erwiderte der Passagier. »Ah!« sagte Mr. Thompson, indem er im Notizbuch seines Geistes nachschlug, »Karln seine Augen waren blau.« Er ging dann hinweg. Vielleicht kam es von dieser unangenehmen Art des Ausfragens, vielleicht war es jene Vorliebe des Westens, jeden Grundsatz oder Spruch, der Einem immer und immer wieder vor Augen gebracht wird, vom humoristischen Gesichtspunkte aus zu betrachten, wenn Mr. Thompsons Nachfrage unter den Passagieren der Gegenstand einiger Satire war. Eine umsonst vertheilte Anzeige wegen des verloren gegangnen Charles, die sich an »Gefängnißwärter und Wächter« wendete, circulirte insgeheim unter ihnen; jedermann erinnerte sich, Charles unter betrübenden Umständen begegnet zu sein. Doch ist es nur Schuldigkeit gegen meine Landsleute,

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