Chapter

Am Sommersitz

Der Briefträger hat um elf Uhr nichts gebracht. Wenn Farou gestern abend vor dem Schlafengehen nicht geschrieben hat, dann wird wohl Nachtprobe gewesen sein. »Glauben Sie, Fanny?« »Bestimmt. ›Die Wohnung ohne Frau‹ ist nicht schwer in Szene zu setzen, aber die kleine Asselin eignet sich durchaus nicht für die Rolle der Suzanne.« »Aber sie ist doch so hübsch«, meinte Jane. Fanny zuckte die Achseln. »Meine liebe Jane, was nützt ihr das schon, daß sie hübsch ist? Hübsch braucht eine Frau nicht zu sein, um die Rolle der Suzanne spielen zu können. Ein Aschenbrödel wie die Dorilys war gerade die Richtige. Haben Sie denn die Erstaufführung des Stückes gesehen?« »Nein.« »Ach ja; eine dumme Frage … Neunzehnhundertneunzehn!« »Das Stück ist nicht veraltet«, sagte Jane. Fanny wendete ihr ein von einem schwarzen Haarscheitel halb verhängtes Auge zu. »Doch, meine Liebe, wie alle Stücke, selbst die Farous, nach wenigen Jahren. Nur Farou wird nicht alt.« »Um so besser für Sie«, meinte Jane. »Für mich und für die kleine Asselin derzeit«, fügte Fanny hinzu. Sie lachte gutmütig und schälte sich einen saftigen Pfirsich. Jane deutete mit dem Kinn nach dem »kleinen Farou« hinüber, doch dieser tupfte Zuckerkrümel vom Tischtuch auf, leckte sich die Fingerspitzen ab und schien nichts gehört zu haben. »Sie verstehen«, begann Fanny Farou aufs neue, »die Asselin hat die Rolle der Suzanne für die Tournee

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.