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Die Belagerung von Korinth.

I. Jahrhunderte lang hielt Korinth Den Stürmen und den Feinden Stand; Noch steht's und seine Mauern sind Ein Bollwerk in der Freiheit Hand. Der Winde Wuth, der Erde Zittern Sie konnten nicht den Fels erschüttern, Den Hort des Landes, das, zerdrückt Vom Feind, auf ihn mit Stolz noch blickt, An dem die Flut sich doppelt bäumt, Die tief zu beiden Seiten schäumt Und zürnend dem Zusammenflusse Entsagen muß an seinem Fuße. Doch wenn das Blut, das hier vergossen, Seitdem den Dolch Timoleon In seines Bruders Herz gestoßen, Seitdem der Perser Könige flohn, Der Erde, die es eingesogen, Entquellen würd' in dunklen Wogen, Der blut'ge Ocean überschwemmte Den Isthmus wohl, der ihn nicht dämmte; Ja wären alle die Gebeine, Der hier Gefall'nen im Vereine Zu einer Pyramid' erbaut, Sie ragte wie ein Berg gewiß Noch über die Akropolis, Die hoch die Wolken überschaut. II. Auf des Cithärons Berggehänge Erglänzen zwanzigtausend Speere Abwärts bis in des Isthmus Enge, Bis an die Ufer beider Meere. Die Zelte um des Halbmonds Schein Erblickt man und des Islams Reihn, Der dunklen Spahis Schaaren nahn, Ein bärt'ger Pascha führt sie an; Turbane füllen rings das Land So weit man schaut, bis an den Strand; Arabiens Kamele knien, Tataren tummeln ihre Pferde, Der Turkomane ließ die Heerde, Den Säbel für den Kampf zu ziehn, Und der Geschütze Donner brüllt, Bis er des Meeres Toben stillt; Laut zischend fliegt

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