Chapter

Der Gjaur

Fragment einer türkischen Erzählung. » Ein grauses Erinnern, ein Weh in der Brust, Das schwarz überschattet das Leid wie die Lust, – Das dem Leben für immer die Hoffnung benahm, Der Freude den Balsam, – den Stachel dem Gram.« Moore. Vorerinnerung. Die Erzählung, welche in diesen abgerissenen Bruchstücken enthalten ist, gründet sich auf Zustände, die jetzt im Orient minder gewöhnlich als früher sind; entweder weil die Damen vorsichtiger geworden sind als in »alter Zeit«, oder weil die Christen mehr Glück haben oder weniger Unternehmungsgeist. Die vollständige Geschichte enthielt die Abenteuer einer Sklavin, die wegen Untreue nach muselmännischer Sitte ins Meer geworfen und von einem jungen Venetianer, ihrem Geliebten, gerächt wurde, zu der Zeit, als die Republik Venedig die sieben Inseln in Besitz hatte, und bald nach Vertreibung der Arnauten aus Morea, das sie nicht lange nach der russischen Invasion verheert hatten. Der Abfall der Mainoten, denen man die Plünderung von Misitra nicht gestatten wollte, führte das Aufgeben dieser Unternehmung und die Verwüstung von Morea herbei, während welcher überall Grausamkeiten verübt wurden, die selbst in den Annalen der Rechtgläubigen ohne Beispiel sind. * Der Gjaur. Kein Hauch der Lüfte furcht die Flut Am Grab, wo der Athener ruht, Deß Mal zuerst vom Felsenriff Begrüßt das heimwärts zieh'nde Schiff, Im Land, das er umsonst befreit – Ein

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