Erste Szene
Festlich geschmückter Salon im Hause Meyers. In der Ecke rechts ein aufgeschlagener Flügel, auf dem Blumenarrangements stehen. Auf kleinen Tischen links und rechts stehen Vasen mit Buketten, auch auf dem Boden Blumenarrangements in Lyraform, an den Stühlen lehnen wie an freien Stellen der Wände Kränze mit großen Schleifen, die Inschriften tragen: "Dem großen Dichter", "Dem Erwecker" usw. Links eine Tür, im Hintergrund eine Tür, zu denen die Zugänge freigelassen sind. Ein Fenster im Hintergrund, eines rechts; auf den Brüstungen Kränze. Rechts vorne ein Sofa, auf dem der Theateragent Zinnkraut sitzt. Direktor Meyer steht in der Mitte der Bühne und gibt dem Zimmermädchen an, wo sie einen soeben eingetroffenen Kranz anzubringen hat. Neben ihm steht Feuerstein. Meyer zu Betty: Den Kranz lehnen Sie an den Stuhl - 'n bißchen weiter zurück... So! Zu Zinnkraut. Was sagten Sie? Zinnkraut: Ich sagte, es sieht aus wie eine Totenfeier. Ich habe ganz den Eindruck davon. Feuerstein: Sie meinen die Kränze? Zinnkraut: Ich meine es überhaupt. Wenn ich Dichter wäre, würde ich mir das fünfzigste Geburtstagsfest verbitten. Meyer: Aber sehr laut, damit man es hörte. Feuerstein zu Zinnkraut: Sie? Sie würden Ihren Geburtstag im Annoncenteil anzeigen, wenn wir ihn vorne nicht erwähnten. Zinnkraut: Sie glauben, ich sage es aus Bescheidenheit? Meyer: Nein, das habe ich nicht geglaubt. Feuerstein: Niemand