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Vorwort

Seiner Majestät Friedrich Wilhelm dem Vierten, Könige von Preußen in Tiefster Ehrfurcht gewidmet vom Verfasser. Verlag von Alexander Duncker. Berlin, 1852. Vorwort. Aus der ersten der nachstehenden vierzehn Novellen werden die geneigten Leser sehen, weshalb ich mich besonders berufen hielt, mit diesem Werke vor ihnen zu erscheinen, und weshalb es gerade jetzt geschieht. Außerdem bleibt mir nur übrig, hier einige Worte zu sagen, warum ich es ihnen in der gegenwärtigen Form biete. Meine ursprüngliche Absicht war, eine geschichtlich-treue Lebensbeschreibung unseres Freundes zu geben. Durch meine persönliche Stellung zu dem Verstorbenen, und durch das in meinem Besitze sich befindende Material hielt ich mich hierzu befähigt. Aber als ich dies Material zusammen stellte, wurde ich bald von der Unausführbarkeit meines Vorhabens überzeugt. Alles was sich Gedrucktes oder Handschriftliches über Ludwig Devrient vorfindet, ist größtentheils lückenhaft. Es ist meistens nach mündlichen Mittheilungen, welche von Devrient, der dieses nicht liebte, nur sehr aphoristisch gewährt wurden, aufgezeichnet. Manches wurde aus der Erinnerung niedergeschrieben. Theilweise sind solche Mittheilungen geradezu unwahr, nicht sowohl aus Nachlässigkeit der Berichtenden, sondern weil Devrient seinen Grund hatte, oder besser, zu haben glaubte, Dies oder Jenes so und nicht anders zu erzählen. Weil ich nun bald

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