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Deutsche Pioniere

An einem Vormittage im Monat April des Jahres 1758 herrschte in dem Hafen von New-York ein besonders reges Leben. Trotz des bösen Wetters, das mit dickem Nebel und Sprühregen schon ein paar Tage angehalten hatte und eben jetzt wieder aus grauen, tiefziehenden Wolken einen Guß über die Menge schüttete, standen am Quai dichte Gruppen und schauten nach einem großen Dreimaster aus, der schon ein paar Tage auf der Rhede gelegen und jetzt in geringer Entfernung vom Damm auf dem bewegten Wasser vor seinen Ankern schaukelte. Von dem Top des Schiffes wehte die holländische Flagge, aber die Ware war deutsch: Auswanderer, ihrer vierhundert oder auch fünf, man wußte es nicht so genau, denn vorhin waren vorläufig nur die Männer ans Land gesetzt worden, um dem König von England auf dem Stadthause zu huldigen. Der Zug war schon seit einer Stunde vorbeipassirt und die große Menge war ihm gefolgt. Viele waren aber auch zurückgeblieben, oder absichtlich später gekommen, um sich einen guten Platz für den interessanteren Teil des Schauspiels zu sichern. Denn erst, wenn der Zug aus dem Stadthause an Bord zurückgeführt war, konnte die eigentliche Ausschiffung beginnen, ein verhältnismäßig einfaches Geschäft für die, welche die Fahrt bezahlt hatten, ein sehr verwickeltes für die andern, welche warten mußten, bis sich jemand fand, der für sie bezahlte. Es hieß, die Zahl dieser Unglücklichen sei

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