Prolog: Hymne an das Abenteuer
Abenteuer, ich liebe dich! Du bist der zeugende Strom der Kraft, die sprudelnde Tat! Abenteuer, du Tochter der Sehnsucht, du Braut des Verlangens, du Mutter der Erfüllung, du weckst die Schlummernden und leitest die Erwachten. Voll und rund, so strotzen deine Arme; sieghaft und kühn blickt dein Auge. Vor dir ist uferlose Zukunft; vor dir ist die dämmernde Ferne, liegt lockend die weite, weite Welt. Du führst und verführst. Du leitest zu strahlenden Burgen und zu finsteren Sümpfen. Deine Lieblinge erklimmen schimmernde Gipfel, die von dir Verführten geraten in weglose Klammen und stürzen in den Abgrund. Den einen bist du Polarstern, erhellendes, weithin leuchtendes Feuerzeichen; den anderen bist du ein Irrwisch, Vor dir spielt anmutig ein Säugling, mit neugierigen Gliedern die Erde ertastend, die Lust am Unbekannten. Daneben steht die Patin, die Unverzagtheit. Vor dir balgen sich halberwachsene Zwillinge, Erfindung und Entdeckung. Die Kinder haben ältere Brüder, den Wagemut und den Wanderdrang. Diese rüsten sich zur gefährlichen Jagd, zur beschwerlichen Bergfahrt. Zustimmend und wohlgefällig schaut die Freude den Geschwistern zu. Halb verächtlich blickt eine vierte Schwester von der Gruppe weg, die Gefahr. Ein Bräutigam naht sich der Freude, der Erfolg. Im Hintergrunde stehen düstere Gestalten, drei griesgrämige Oheime: der Mißerfolg, der Haß und der Tod. · Abenteuer, du bist