Chapter

Des Mondes Wandel

Die Gäste an der langen Tafel schwiegen und horchten, da der Erzlügner Pompejus den Mund aufthat, um einen Abschnitt aus seiner Lebensgeschichte preiszugeben, und also anhob: Hochgeehrte Stammgäste: des trefflichen Hauses zur goldenen Sonne, ich habe viele Länder und Städte, gesehen, und der Abenteuer mancherlei erfahren. Ich könnt' Euch erzählen von London, der Stadt der Nebel und der Traurigkeit, von deren düsterm Himmel die Sonne so matt und blaß herniederscheint, wie bei uns kaum der bleiche Mond; von Stockholm auf den Felseninseln, die vom Tage des heiligen Michael an bis zu des Herrn Himmelfahrt starres Eis umgürtet und verbindet; von dem üppigen Paris, wo ich die reiche Erbschaft meines Oheims aus der Kapstadt auf so angenehme Weise durchgebracht, daß ich sogar in meiner bittern Armuth die verschwendeten Millionen nicht bereue; von dem königlichen Glanze Madrids, von Lisboa auf den Hügeln am Tajo, von Italiens sonnigen Städten. Mich hat des Nordens eisiger Hauch angeweht, des Südens heiße Luft versengt, und ich erholte mich von Frost und Glut am grünen Donaustrande, wo Sankt Stephans heiliges Haus die schönste aller Städte bewacht. Von allen diesen Herrlichkeiten aber sollt Ihr ein anderes mal vernehmen, und heute nur erfahren, wie an meinem armen Leichnam das alte Mährchen vom Monde sich erfüllte, dem bei seiner Rückkehr niemals das Röcklein passen wollte, zu welchem

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