Chapter

Kapitel 1

Es war eine stürmische Nacht. Der Wind peitschte Regen und Schnee durch die Straßen. Kein vernünftiger Mensch trieb sich bei diesem Wetter auf Putney Common herum. Der eisige Wind drang durch Mantel, Kleider, Handschuhe. Die paar Straßenlaternen gaben in dieser stockdunklen Nacht so wenig Licht, daß Larry Graeme seine Taschenlampe zu Hilfe nehmen mußte, wenn er eine Straße überqueren und nicht über den Rinnstein stolpern wollte. Er schaute auf das Leuchtzifferblatt seiner Armbanduhr. Es fehlten nur noch einige Minuten bis halb, und der ›Große Unbekannte‹ war pünktlich auf die Minute – niederträchtig, gemein war er, aber pünktlich! Larry hatte schon früher Geschäfte mit ihm gemacht, sich allerdings jedesmal geschworen, es nie wieder zu tun. Der Kerl drückte die Preise, aber er hatte stets Geld, und wenn man an ihn verkaufte, war das Risiko gleich Null. Larry hatte sich vorgenommen, sich diesmal nicht kleinkriegen zu lassen. Die van-Rissik-Diamanten hatten ihren bekannten Wert. Alle Zeitungen waren voll von dem kühnen Raub gewesen, die Versicherung hatte den genauen Wert der einzelnen Schmuckstücke bekanntgegeben, und es bestand nicht der geringste Zweifel darüber, wieviel die Steine auf dem freien Markt einbringen würden. Larry hatte die übliche verschlüsselte Zeitungsannonce aufgegeben: * ›In der Gegend von Putney Common (in Richtung Wimbledon) wurde am Donnerstag, abends um

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