Chapter

I

Wer Schönes hier und Zartes sucht, der sei gewarnt! In diesen Blättern schläft manches Grau'n, und aus den Lettern grinst oft, was scheusslich und verrucht. Osc. Panizza, Heilige Antonius. »So kommen Sie doch mit!« sagte Frank Braun. Der alte Pfarrer schüttelte den Kopf. »Unmöglich,« antwortete er, »es ist ganz unmöglich.« – – Der kleine Gardadampfer hielt; die beiden stiegen mit der Menge an Land. Frank Braun suchte herum, fand endlich den Portier seines Hotels, winkte ihn heran und übergab ihm den Gepäckschein und die Handtaschen. Dann wandte er sich wieder dem Pfarrer zu. »Darf ich Sie begleiten, Hochwürden?« »Verzeihen Sie – nein.« sagte der Alte. »Ich muss ins Pfarrhaus, habe dort einiges zu erledigen. Aber wenn Sie gestatten, werde ich Sie heute abend im Hotel aufsuchen.« »Es wird mir eine grosse Freude sein. – Also zum Abendessen, Don Vincenzo!« Der Pfarrer gab ihm die Hand. »Auf Wiedersehn.« Frank Braun ging langsam dem Hotel zu, das dicht am See lag. Er liess sich ein Zimmer geben, wusch sich, schrieb ein paar Briefe. Er machte einen Spaziergang; kam eben zurück, als das Gong schlug. Aber er ging nicht gleich in den Speisesaal, erst hinauf in sein Zimmer. Er rasierte sich sorgfältig, langsam genug; dann legte er den Abendanzug an. Man trug schon den dritten Gang auf, als er unten eintrat. Er fand den Pfarrer an einem kleinen Tische am Fenster sitzen. »Ich habe Sie

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