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Dir, meiner Heimat!

Dir, meiner Heimat, danke ich dies Lied. Im Harzgebirg, im Thal der wilden Bode, Im sturmgepflügten Reich des großen Wode Liegt meiner goldnen Jugend Stromgebiet. Bescheiden kam ich, der ich nichts entbehrte, Zu deiner wunderwüchsigen Natur, Du gabst mir Alles, weil ich nichts begehrte, Und wies'st mir lächelnd deines Lebens Spur. Du öffnetest dem Jüngling Aug' und Ohr Und führtest mich mit treuen Mutterhänden, Wenn ich auf Bergen, zwischen Felsenwänden, In Waldeseinsamkeiten mich verlor. Im hellen Sonnenglanz, im Schattendunkel, Am frühen Morgen und im Abendroth, Im Nebelwogen und im Thaugefunkel Warst du es, die mir Schätz' auf Schätze bot. Kostbarer war mir, als das edle Erz Aus deinen Gruben, was du gabst in Fülle, Es war wie Duft in zarter Knospenhülle, Ich sog ihn ein, und trunken ward mein Herz. Bald fühlte ich in mir des Segens Walten, Daß Wurzel schlug der tief versenkte Keim, Es regte sich ein Werden und Gestalten, Und des Besitzes froh, hielt ich's geheim. Was war es denn, was du mir da geschenkt Mit deiner Blumen Blühn, der Wellen Kräuseln, Der Wipfel Rauschen und der Lüfte Säuseln? War's etwas, dessen man noch heute denkt? Es war ein schüchternes, verschwiegnes Streben, Ein glücklich Ahnen und ein halb Verstehn, Ein freudig Nehmen und dann Wiedergeben, Ein unwillkürlich dichterisch Geschehn. Du zeigtest mir des Bildens Meisterschaft, Den flücht'gen Wechsel und die

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