Chapter

1. Kapitel

In einer der oberen Schluchten des Winnemago-River traf Gannaway zum erstenmal mit dem Riesen zusammen. Gannaway selbst war kein Zwerg. Unter sengender Sommersonne, im zerrenden Wintersturm über die Rocky Mountains zu wandern, hatte ihm Muskeln von Eisen gegeben. Man brauchte nur in Adam Gannaways Gesicht zu sehen, dann wußte man, daß diesem Manne der schlimmste Schneesturm ebensowenig anhaben konnte wie alle Schrecken der Wildnis. Seine Beschäftigung als Meteorologe ließ ihn jahrein, jahraus nicht zur Ruhe kommen. In seinem Wanderleben gab es niemals eine Pause, und da er ein nachdenklicher und stiller Mensch war, der gern und immer andere Bahnen ging als seine Mitmenschen, fühlte er sich oben in der Einöde der Berge am behaglichsten. Hier konnte man die Ellbogen gemütlich auf den Tisch stemmen. Fern von seinen Bergen war Gannaway ein befangener und ungeschickter Bursche. Ein großer Jäger war er auch, unser Adam Gannaway, obwohl er sehr viel lieber mit der Kamera auf die Jagd ging als mit der Büchse. Das Ergebnis war, daß er vom Wesen der wilden Tiere mehr wußte als irgendeiner weit und breit. Aber all das verhinderte nicht, daß er bei seinem ersten Zusammentreffen mit Tucker Crosden sich wie ein verweichlichter Städter vorkam, der sich unversehens dem drohenden Antlitz der Natur gegenüber sieht. Der Stab, mit dem Tucker Crosden einherschritt, war schwer mit Eisen beschlagen

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