Erste Abteilung
Die Andern, welche bei dem Müller gewesen waren, hatten ihren Weg nach der Stadt genommen, den Wurzelsepp ausgenommen. Dieser hatte sich von ihnen weggeschlichen und war nach dem Grabesfelsen gegangen. Bei demselben angekommen, blieb er stehen. Aus dem Innern drang eine Fülle von Tönen, die selbst er dem Fex nicht zugetraut hatte. »Ja,« brummte er, »der hat diese Gabe vom lieben Herrgottle empfangen und laßt sie nicht brach liegen. Der bringts schon mal zu was!« Er suchte nach dem verborgenen Eingange. Die Steine waren fortgeräumt und das Bret lag da. Er hob es auf und kroch in den Gang hinein, den Eingang über sich wieder mit dem Brete zudeckend. Je tiefer er stieg, desto stärker und voller wurden die Töne. Als er unten ankam, stand der Fex mit hochrothem Gesicht vor dem Tisch, auf welchem die Noten lagen, die Geige des Concertmeisters in der Hand und war in seine Lection so vertieft, daß er das Kommen des Alten nicht eher bemerkte, als bis dieser ihn anrief. »Heda! Hörst wohl gar nimmer? Da könnt Dein ganzes Geheimniß wohl verrathen sein, und Du würdest dann erst weiter fiedeln.« Der Fex legte die Geige fort, zog den Alten in seine Arme und rief in freudiger Erregung: »Sepp, lieber Sepp, sie gehen alle.« »Wer?« »Die Musikstucken alle.« »So? Du bringst sie also fertig?« »Nicht blos geigen kann ich sie, sondern sogar auswendig geigen.« »Nicht möglich!« »Willsts hören?« »Ja,