Chapter

I.

In der Grafschaft Durham liegt die Abtei Wincot, welche früher ein Kloster, seit der Reformation aber, und bis vor ungefähr dreißig Jahren, im Besitze der Familie Monkton war. Diese Familie stand, so lange ich denken kann, in der ganzen Umgegend im Rufe der Ungeselligkeit. Sie machte keine Besuche und empfing keine, ausgenommen von meinem Vater und einer mit ihrer Tochter in der Nähe wohnenden verwitweten Dame. Diese Zurückgezogenheit entsprang nicht sowohl aus Stolz, als vielmehr aus Furcht. Seit mehreren Generationen nämlich wurde die Familie von dem schweren Leiden erblichen Irrsinns heimgesucht. Alle Mitglieder derselben vermieden es deshalb so viel als möglich, sich in die Öffentlichkeit zu mischen, um nicht der Beobachtung ausgesetzt zu sein. Man erzählt sich eine Grausen erregende Geschichte von schweren Verbrechen, welche zwei Monktons, nahe Anverwandte, in früher Vorzeit verübt haben sollen, und seit denen das erste Erscheinen des Irrsinns sich datiert. Ohne diese hier zu wiederholen, sei nur bemerkt, dass sich von Zeit zu Zeit fast jede Art von Geistesstörung, besonders aber sogenannte Monomanie, d. h. die Krankheit fixer Ideen, in der Familie zeigte. Die Kenntnis dieser Verhältnisse verdanke ich meinem Vater. Zur Zeit meiner Jugend bestand die in der Abtei wohnende Familie Monkton noch aus drei Gliedern, nämlich aus Mr. Monkton, seiner Frau und einem einzigen Sohne

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