Der verteufelte Herr Engel
Herr William Spedding von der Anwaltfirma Spedding, Mortimer und Larach hatte das Grundstück in Lombard Street auf ganz einfache Art und Weise erworben. Nach dem Tod einer alten Dame, die in Market Harborough wohnte und mit dieser Geschichte nichts weiter zu tun hat, war das Besitztum auf den Markt gekommen und in der üblichen Weise versteigert worden. Herr William Spedding hatte das Grundstück für 106 000 Pfund erstanden; diese Summe war hoch genug, um das Interesse aller Abendzeitungen und auch vieler Morgenblätter zu erregen. Die Pläne zur Errichtung eines Gebäudes von absonderlicher Art wurden durch die Baubehörde geprüft und gebilligt. Der Bauinspektor war zwar einigermaßen verblüfft über die innere Einrichtung des neuen Hauses; aber da es allen baupolizeilichen Vorschriften der Stadt London entsprach, hatte er schließlich die Pläne mit einem Achselzucken genehmigt; die Fassade war so geschickt entworfen, daß man zehnmal am Tag hätte vorbeigehen können, ohne etwas Auffälliges daran zu finden, und auch die Durchlüftungs- und Beleuchtungssysteme waren über jeden Tadel erhaben. »Ich verstehe nicht, Herr Spedding,« sagte der Bauinspektor und zeigte auf die Blaupause, »wie Ihr Klient sich Ruhe und Abgeschlossenheit verschaffen will. Er hat ein Vestibül und eine einzige große Halle. Wo sind die Privatkontore, und was bedeutet dieser riesige Safe mitten in der Halle, und wo