Der verliebte Peter
Peter war auf Ceylon geboren, jenem Inselparadies, das jeden Mann entzückt, weil die braunen Singhalesinnen stattliche, schlanke Leiber sind und weil das Blut, das in ihren Adern rollt, noch um etwa fünfzig Prozent heißer ist als das der Spanierinnen. An Europens übertünchte Höflichkeit konnte Peter sich noch immer nicht gewöhnen. Er hatte entsetzliche Unmanieren, die sein Gönner Winfried Balk ihm vergeblich abzugewöhnen suchte. Balk sagte so und so oft zu ihm: »Peter, Du bist das reine Enfant terrible, und mit Dir nimmt's sicher noch ein schlechtes Ende! Du wirst hinter vergitterten Fenstern den Rest Deines Daseins vertrauern, denn Du übersiehst täglich so und so oft, daß wir hier in Deutschland noch immer in einem Polizeistaat leben, sehr zum Ärger der täglich sich mehrenden Herren Verbrecher, die am liebsten die Polizei abschaffen und dafür ein Institut zur streng wissenschaftlichen Ausbildung von Taschendieben, Einbrechern, Hochstaplern und Schiebern eröffnet haben möchten, — also in einem Polizeistaat, in dem bis zu einem gewissen Grade die persönliche Freiheit noch immer geknebelt ist und zum Beispiel sehr streng darauf gesehen wird, daß niemand öffentlich Ärgernis dadurch erregt, daß er die kleinen netten Häuschen mit der Türaufschrift »Für Männer« — »Für Frauen« gänzlich meidet und in Gottes freier Natur gewisse dringende leibliche Bedürfnisse befriedigt. Peter hatte