Chapter

Erster Act

Erste Scene. Emilie (sitzt und stickt). Eduard r(sitzt auf der andern Seite und liest). Berg (tritt von links ein). Berg. Guten Morgen, meine Kinder! Emilie und Eduard (stehen auf). Guten Morgen, Papa. Berg. Schon fleißig? Emilie. Du ließest sagen, daß wir allein frühstücken sollten – Berg. Ja, ich blieb ein Stündchen länger im Bett. Nun, wie habt Ihr Euch gestern auf dem Ball unterhalten? Emilie. Ich recht gut. Berg. Und Du, Eduard? Eduard. So, so. Du weißt, Papa, ich bin kein Freund vom Tanzen. Berg. Du hast Unrecht. Du bist überhaupt zu ernsthaft, lieber Eduard. Als ich noch so jung war, da hüpfte und sprang Alles an mir. Emilie. Papa, was das betrifft – vergib, aber es hüpft und springt noch. Berg. Wieso? Wieso? Eduard. Die Schwester hat Recht. Du hast gestern fast keine Quadrille ausgelassen – sogar den Cotillon mitgemacht – Berg. Ich wollte Dich aneifern, mein Sohn. Was thut man nicht für seine Kinder? Für Emilien war's nicht nöthig. Die jungen Herrchen umschwärmten Dich ja wie die Bienen. Emilie. Es ging wohl mit – Berg. Ein Paar kam gar nicht von Deiner Seite – Emilie. Der geschniegelte Lieutenant? Und der corpulente Banquierssohn – wie heißt er nur? Berg. Dann war noch ein hübscher, blasser, junger Mann –. Emilie. Baron Adler? Berg. Derselbe. Eduard. Das ist ein charmanter Mensch. Der machte aber eigentlich mir den Hof, nicht der Schwester. Berg. Dir? So? Eduard. Ja,

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