I.
Äh – äh – äh ... Fasse leise an, Jakob. Du hast heute eine entsetzlich schwere Hand. Leiser, leiser. Und ganz langsam – das Bein – äh, äh! auf den Fußschemel – langsam. Und dann das andere – sanft nachschieben. Nicht so ruckweise, Jakob. Wie das schmerzt! Wenn du darin stecktest – es ist eine Höllenpein. Nun den Rücken – vom Kissen aufrichten – so, so! Setze dich her – ich lege den Arm um deine Schulter – richte mich an dir auf. So! Der Arm ist noch ganz kräftig – was? Ha, ha, ha! Nur die Beine und das Kreuz ... Langsam! Wenn ich erst stehe ... Du weißt ja, es geht noch so passabel. Ah – äh – äh ...« Der alte Diener gab sich die ersichtlichste Mühe, seinem Herrn das Aufstehen zu erleichtern. Aber alle Schonung der schmerzhaften Gliedmaßen konnte nicht hindern, daß der Graf unter seinen geübten Händen von Zeit zu Zeit jämmerlich stöhnte. Der Dienst wurde schweigend verrichtet. Wahrscheinlich wußte Jakob schon lange, daß der Versuch, sich zu verantworten oder freundlich zu ermutigen, nur die Nervosität des Grafen steigerte. Er schob ihm weiche Pantoffeln auf die Füße und hob diese dann sanft vom Schemel auf die Pelzdecke. Dann gab er ihm einen Mantel um und richtete ihn in Pausen auf. Sobald das Zittern der Kniee nachgelassen hatte, führte er ihn mit ganz kleinen Schritten nach dem anstoßenden Gemach, wo bereits das elektrische Bad vorbereitet war. Das Wasser schien belebend zu